Bericht von der Weser

Weser-Ems. Moin Freunde – ja, uns gibt es auch noch! Eigentlich könnte ich meinen Bericht aus der Region Weser-Ems jedes Mal mit dem gleichen Satz beginnen. In der Tat gibt es von uns nicht sehr viel zu berichten. Wir haben uns Mitte Oktober im Restaurant John Benton gesehen, von dort hat man einen tollen Überblick über den geschichtsträchtigen Marktplatz und die Buden für den kommenden „Freimarkt“. Seit Jahren dümpelt unsere Region so vor sich hin und hat nicht so ein volles Regionalleben wie München, Frankfurt oder Köln. Wir sind alle so um die 80 (ich selbst bald 86) und nicht mehr so mobil. Zudem sind in den letzten Jahren ehemals tragende Mitstreiter von uns gegangen, sodass wir meistens mit unter zehn Leuten am Tisch sitzen. Versuche des Unterzeichnenden, die Region in jüngere Hände zu übergeben, scheitern daran, dass keine „Jüngeren“ vorhanden sind. Außerdem ist unsere Region Weser-Ems zu groß. Von der holländischen Grenze über Ostfriesland mit seinen Inseln bis fast an die Elbe – Heidelberger, die auf Juist, Borkum oder in Aurich arbeiten, werden kaum nach Bremen kommen wollen, weil das Tagesreisen werden können.

Im Oktober waren wir zu sechst am Tisch beieinander. Wir haben gut gegessen, und uns blendend unterhalten, aber eben nur zu sechst. Zu allem Übel haben wir vergessen, ein Bild von unserem „Club“ zu machen, weswegen hier auch kein Beweis abgedruckt ist. Wir haben beschlossen, auf eine Weihnachtsfeier zu verzichten und dafür gleich nach den Feiertagen das neue Jahr gebührend einzuläuten. Wir werden berichten.

Klaus Bedau